Was machst du, wenn dir eine spannende Geschichte zu Ohren kommt, die du gerne aufschreiben würdest? Du möchtest aber deinen Manen nicht dafür nutzen. Dann brauchst du einen Ghostwriter. Diese Frauen und Männer arbeiten für viele Politiker, Unternehmer, Firmen und Privatpersonen. Der Begriff wurde im Jahr 1921 von einem amerikanischen Sportagenten geprägt. Der "Geister-Schreiber" erledigt eine Dienstleistung. Er schreibt zum Beispiel eine Biographie für eine bekannte Politikerin, diese veröffentlicht das Buch unter ihrem Namen und damit ist meistens schon ein guter Gewinn zu erwarten. Aber auch als Redenschreiber fungieren häufig Ghostwriter. Rechtlich ist das alles erlaubt, nur bei akademischen Skripten wie zum Beispiel eine Doktorarbeit, ist es verboten.
Ghostwriting gibt es seit der Antike schon. Bis heute ist der Beruf etwas verrufen, obwohl nichts Ungesetzliches getan wird. Heute gibt es eine Vielzahl von Agenturen, die Ghostwriter vermitteln, überwiegend im Hochschulbereich. Aber auch als Schreiber in der Politik und im Verlagswesen als Lektor gibt es genügend Aufträge abzuarbeiten. Für einen Autor ist es manchmal wichtig, neben seinem eigenen Roman einen solchen Auftrag auszuführen. Damit füllt sich die Kasse wieder etwas auf. In der Regel hat der Ghostwriter keinerlei Urheberrechte an seinem geschriebenen Text, sondern dieser geht für gewöhnlich an den Auftraggeber über.
